Vorratshaltung – Nur ein altbackenes Überbleibsel aus Grossmutters Zeiten?

Vorratshaltung – Nur ein altbackenes Überbleibsel aus Grossmutters Zeiten?
Wer bitte kommt im Jahre 2019 tatsächlich auf die Idee, bei sich zu Hause Vorräte einzulagern, die eine zeitlich befristete Überbrückung von Versorgungsengpässen in Folge von Krisen oder Katastrophen ermöglichen?
Auch wenn uns keine konkreten Zahlen hierzu vorliegen, können wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit festhalten, dass sich nur ein schwindend geringer Teil der Bevölkerung jemals mit dem Thema „Vorratshaltung“ beschäftigt hat.
Die Zahl jener, welche ernsthafte Bemühungen um eine persönliche Bevorratung anstellen, dürfte noch tiefer liegen und sich im einstelligen Prozent- oder gar Promillebereich bewegen.
Den Wocheneinkauf für die Grossfamilie klammern wir an dieser Stelle einmal aus, da dieser nicht zu jener Form der Vorratshaltung gehört, welche Gegenstand des nachfolgenden Artikels ist.
Den nachfolgenden Ausführungen vorausschicken möchten wir die Anmerkung, dass es sich bei uns keinesfalls um verhaltensgestörte Endzeitfetischisten oder pessimistische Weltuntergangspropheten handelt. Genau so wenig beabsichtigen wir mit diesem Text, Panikmache zu betreiben oder Angst zu verbreiten.
Wir sind lebensfrohe Menschen der jüngeren Generation, welche sich jedoch nicht von den reizvollen Verführungen der materiellen Genusssucht und der primitiven Unterhaltungsindustrie einlullen lassen, stattdessen teilweise unbequeme Themenfelder beackern und versuchen, unser dabei erlangtes Wissen weiterzureichen. Was wir zu Papier bringen, ist lediglich unsere ganz persönliche Erkenntnis über die Welt, wie sie sich uns präsentiert.
Mag sie auch auf vielen Gebieten entsetzlich sein. Doch genau das stellt der Motor unserer Anstrengungen dar: Den Menschen die Augen zu öffnen und sie an gegenwartsrelevante Themen heranzuführen, die ausserhalb ihrer Wahrnehmung liegen. Unsere Handlungen basieren auf dem bescheidenen Ziel, sinnstiftende Gedankenanstösse zu setzen, um wenigstens im Kleinen etwas Konstruktives für den längst überfälligen Umdenkprozess der breiten Masse beizusteuern.

Die Wohlstandsblase der lückenlosen Rundumversorgung
Wie eingangs bereits erwähnt, verlieren heutzutage nur wenige Menschen einen Gedanken daran, Lebensmittel und anderen nützliche Alltagsgegenstände vorrätig einzulagern.
Wozu auch?
Wir leben in einer wohlig warmen Komfortzone, welche es uns ermöglicht, unter dem Aufwand von verhältnismässig wenig Geld ein weitestgehend sorgenfreies und materiell reich bestücktes Leben zu führen. Gerade wir Jungen empfinden die staatliche Vollversorgung heute als Selbstverständlichkeit. Ebenso gewöhnt haben wir uns an die Möglichkeit, unsere täglichen Bedarfsgegenstände auch ausserhalb der gewöhnlichen Geschäftszeiten an der Tankstelle um die Ecke jederzeit verfügbar zu haben. Nicht nur das. Wer von Montag bis Samstag keine Zeit (oder keine Lust) für seinen Grosseinkauf gefunden hat, kann diesen in Liechtenstein ganz entspannt auch am Sonntag abwickeln. Diverse Detailhändler von Ruggell bis Balzers öffnen auch am Sonntag ihre Tore, um den Bedürfnissen ihrer verwöhnten Konsumenten in jedem Fall gerecht zu werden.
Kurzum: Wir liegen buchstäblich auf Rosen gebettet und sind aller Sorgen ledig.
Wieso also Vorräte einlagern, wenn die benötigten Gegenstände jederzeit und uneingeschränkt zur Verfügung stehen?

Sicherheit als Illusion
Der moderne Mensch lebt in einer gesamtgesellschaftlichen Atmosphäre, die gekennzeichnet ist von einer materiellen Übersättigung, einer in höchstem Masse perversen Hyperdekadenz und einer grenzenlosen Spass- und Bedürfnisbefriedigung.
Diese Fehlentwicklung lässt die Menschen ignorant werden für die elementaren Dinge des Lebens und zeitgleich dem Irrglauben anheimfallen, die Sicherheit ihres grossspurigen Lebensstils sei jederzeit gewährleistet.
Sollte es wirklich einmal zu einer Katastrophe oder einer Krise kommen, ist die Versorgungssicherheit ja schliesslich durch den staatlichen Zivilschutz gewährleistet.
So zumindest die Auffassung der zumeist ahnungslosen und gutgläubigen Masse – sofern sie überhaupt irgendwelche Gedanken über ein solches Szenario „verschwendet“.
Die wenigsten von uns wissen heute, was es bedeutet, Entbehrungen auf sich nehmen zu müssen. Der moderne Mensch spricht von „Problemen“, wenn der Fernseher seinen Dienst verweigert oder das neu bestellte Smartphone erst übermorgen lieferbar ist.
Unsere Grosseltern und Urgrosseltern haben die Auswirkungen der verheerenden Kriege des letzten Jahrhunderts noch am eigenen Leibe miterlebt. Viele von ihnen lagern noch heute (auch in guten Zeiten!) vorrätig jene Artikel im Keller ein, die ihnen seinerzeit das Überleben im Extremfall ermöglicht haben. Nun mag man eine solche Haltung als überholt abqualifizieren und behaupten, dass wir doch heute in sichereren Zeiten leben.
Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt uns jedoch, dass es zu jeder Zeit und in jeder Zivilisation Krisen und Katastrophen verschiedensten Ausmasses gegeben hat und nach unserem Dafürhalten auch jederzeit wieder geben kann. Wir hoffen nicht, dass wir jemals mit Horrorszenarien konfrontiert werden, wie sie beispielsweise mit einem Krieg einhergehen. Davor gefeit sind wir deswegen aber keinesfalls. Von der menschlich-emotionalen Warte aus betrachtet, ist es absolut nachvollziehbar, diesem Sachverhalt mit Ignoranz zu begegnen. Mit der Realität hat dies aber herzlich wenig zu tun.
Um es mit den Worten Friedrich Nietzsches zu sagen:
„Manchmal wollen die Menschen die Wahrheit nicht hören, denn das würde ihre ganze Illusion zerstören.“

Dass die Menschen die Verletzlichkeit unserer gesellschaftlichen Strukturen ganz oder teilweise in Abrede stellen,  ist dem Umstand geschuldet, dass es uns in der westlichen Welt seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gut gegangen ist. Vielleicht eben zu gut. Die breite Masse ist  – um es einfach auszudrücken – vom Wohlstand verblendet und befindet sich in einer geistigen Verfassung, die dem kulturellen Niedergang, der sittlichen Verrohung und der allgemeinen Wertefreiheit Tür und Tor öffnet.
Wie meinte doch schon Gilbert Chesterton einst so treffend:
„Zivilisation geht zu Grund, indem sie offensichtliche Dinge vergisst.“

Unbequeme Gedanken
Nun wollen wir etwas konkreter werden und einmal einen kurzen Abriss über mögliche Krisen- und Katastrophenszenarien sowie deren mögliche Auswirkungen auf unser aller Leben skizzieren. Gefahren und Risiken bedrohen unser Leben von verschiedensten Seiten. Die nachfolgende Auflistung soll uns verdeutlichen, wie fragil und verletzlich unsere hochtechnisierte und durchdigitalisierten Welt in Tat und Wahrheit ist.

Da ist zum einen die Möglichkeit eines Zusammenbruchs des Weltwirtschafts- und Finanzsystems, dem ein Crash an der Börse vorausgeht (wahrscheinlicher) oder im Anschluss daran folgen wird. Viele Indikatoren sprechen dafür, dass es früher oder später gezwungenermassen zu grossen Verwerfungen innerhalb der internationalen Finanzarchitektur kommen wird, ja eigentlich kommen muss. Auch zahlreiche Expertenmeinungen aus der Finanzwelt unterstreichen diese These. Die Ursache des drohenden Finanz- und Wirtschaftskollaps liegt in der völlig naturgesetzwidrigen Charakteristik des Finanzsystems begründet. Darüber haben wir im letzten Heft (Artikel „Schuldgeldsystem“) ausführlich berichtet. Die Hintergründe der systemimmanenten Fehlentwicklung ist der Zins- und Zinseszinsmechanismus, womit ein exponentielles Schuldenwachstum in Gang gesetzt wird, aus dem es kein Entkommen mehr gibt.
Eine globale Rezession kündigt sich allmählich an und wird in erheblichem Masse zur Verschlimmerung der Schuldenkrise beitragen. Die Politik des billigen Geldes mit den Niedrigzinsen ist aber keine Lösung, sondern nur eine zeitliche Verzögerung des Crashs, welcher umso höher ausfallen wird, je länger er auf der Zeitachse nach hinten verschoben wird.

Ein weiterer Aspekt, der die innere Sicherheit in unseren Ländern zunehmend gefährdet, sind mögliche Terrorangriffe auf Grund der unkontrollierten Zuwanderung nach Europa.
Auch Hackerangriffe und sogenannte „Cyberattacken“ haben das Potenzial, unsere hochtechnisierte Welt augenblicklich zum Totalstillstand zu zwingen. Man bedenke nur, was ein grossflächiger Stromausfall zur Folge hat. Das Leben, wie wir es kennen, hört dann vom einem Wimpernschlag auf den anderen zu existieren auf.
Das militärische Säbelrasseln auf der öffentlichen Bühne der Geopolitik zwischen Russland, den USA und China lässt die Furcht vor einem Dritten Weltkrieg immer wieder aufkeimen. Es ist nicht auszuschliessen, dass sich der gegenwärtige Wirtschaftskrieg in naher Zukunft zu einem militärischen Konflikt ausweitet, was fatale Folgen nach sich ziehen würde.

Abschliessend sei noch auf die Auswirkungen möglicher Naturkatastrophen hingewiesen.
Die omnipräsente Gefahr von Erd- und Seebeben, Sturmfluten, Hochwasser, Erdrutschen, Lawinen u.v.m. besitzen ebenfalls das Potenzial, die gesamte Versorgung zum Erliegen zu bringen. Im Extremfall können Naturkatastrophen dafür sorgen, dass die hungernden und durstenden Opfer in Raub und Anarchie verfallen. Man erinnere sich beispielsweise an die verheerenden Zustände in New Orleans nach dem Wirbelsturm „Katrina“ im Jahre 2005.

Sollte es tatsächlich einmal zu einem der obig beschriebenen Szenarien kommen, ist davon auszugehen, dass es auf Grund der engen Verflechtungen innerhalb der ökonomischen und sozialen Systeme zu einer gigantischen Kettenreaktion kommt. Eine Finanzkrise, verbunden mit gesellschaftlichen Fehlentwicklungen, kann sehr schnell das gesamte Kartenhaus zum Einsturz bringen. Sämtliche Lebensadern unserer zivilisatorischen Ordnung werden dann  nacheinander in kurzer Zeit durchtrennt. Die Versorgungsketten werden schon nach kurzer Zeit zusammenbrechen. Für die bedarfsabhängige Logistik unserer Zeit wurde das neudeutsche Word „Just in Time“ kreiert, was im Klartext heisst, dass die Supermärkte ihr Lager im Gegensatz zu früher verkleinert haben und quasi der LKW auf der Strasse ihr fahrendes Lager darstellt. Im Falle eines Stromausfalls wird aber kein LKW mehr mit Diesel betankt und der Supermarkt bereits nach wenigen Tagen leergekauft sein.
Ohne Strom und Energieversorgung wird es indes auch nicht möglich sein, die staatliche Lebensmittelversorgung auf Dauer aufrechtzuerhalten.
Wohl dem, der vorher eingekauft hat.
Die Hungersnot wird die Menschen in die Verzweiflung und folglich in die Kriminalität treiben. Es kommt zum Bürgerkrieg, im Zuge dessen plündernde Banden um die Häuser ziehen.

Ratschläge für die Praxis
So schaurig einzelne Ausführungen des obig dargestellten Szenarios auch sind, Anlass zu Furcht und Panikattacken sollten sie keineswegs geben.
Der eigenen Sicherheit willen, sind wir gut beraten, wenn wir unsere Handlungen nach dem einfachen Grundsatz „Wo die Not droht, ist Vorsorge angezeigt“ ausrichten.
Wir empfehlen jedem verantwortungsbewussten Menschen, sich ausführlich zu informieren und die unheildrohenden Signale am Horizont zur Kenntnis zu nehmen.
Gerade wir Liechtensteiner und Schweizer sollten der Gefahrenlage gewahr werden und uns endlich vom realitätsverweigernden Gedanken verabschieden, unsere Heimat sei eine unberührbare Insel der Glückseligkeit. Auch wenn es unsere Vorstellungskraft gegenwärtig nicht zulässt, jemals mit einer grösseren Krise oder Katastrophe konfrontiert zu sein, so ist dies durchaus möglich. Daher lautet unser klare Appell an Euch: Trefft wenigstens ein absoluten Minimum an persönlicher Vorsorge. Der finanzielle Aufwand ist bescheiden im Verhältnis zum allfälligen Nutzen in einer Notsituation.
Wir empfehlen Euch, die notwendigen Anschaffungen zu tätigen, so lange dies noch günstig und entspannt möglich ist. Wie meinte doch Benjamin Franklin einst schon so treffend:
Wer versagt sich vorzubereiten, bereitet sein Versagen vor.“ 

Wie notwendig eine private Krisenbevorratung ist, verdeutlicht das Zivilschutzkonzept der deutschen Bundesregierung aus dem Jahre 2016, wenngleich die darin aufgeführten Empfehlungen nach unserem Ermessen viel zu kurz greifen.
Darin wird die Bevölkerung dazu aufgefordert, einen individuellen Vorrat an Lebensmitteln für zehn Tage anzulegen, damit im Falle einer Katastrophe oder eines bewaffneten Angriffs die Versorgung bis zum Zeitpunkt des Anlaufens staatlicher Massnahmen sichergestellt sei.
Diese, von den BRD-Behörden empfohlenen 10 Tage reichen aber bei weitem nicht aus. Ausgewiesene Sicherheitsexperten empfehlen eine Bevorratung für einen Zeitraum von mindestens 1-3 Monate.
Auch der seinerzeitige Chef der Schweizer Armee, André Blattmann, hat im Jahre 2014 die real existierenden Bedrohungen offen ausgesprochen und die Bevölkerung zur privaten Vorsorge aufgefordert.
Nebst Lebensmitteln und Trinkwasser, sollten auch technische Hilfsmittel zum Heizen und Kochen sowie ausreichend warme Kleidung eingelagert werden. Anbei haben wir eine kleine Liste mit dem Notwendigsten zusammengestellt.
Bedenkt, dass diese sehr allgemein gehalten und im Idealfall auf persönliche Bedürfnisse und Begebenheiten anzupassen ist. Für weitere Informationen verweisen wir an dieser Stelle auf die ausführliche und frei zugängliche Literatur im Internet. Einige der unten aufgeführten „Spezialartikel“ sind beispielsweise über den Internetversand www.sichersatt.ch erhältlich.

– Trinkwasser + Filter für Trinkwasseraufbereitung
– Reis und Teigwaren
– lang haltbare Fertiggerichte
– gefriergetrocknete Treckingnahrung
– Notnahrung (NRG-5)
– Hülsenfrüchte (Bohnen und Erbsen)
– Fleisch- und Wurstkonserven
– Erdnussbutter
– Öl, Essig, Salz, Zucker, Gewürze
– Dosenbrot
– Schokolade
– Kaffee
– Hygieneartikel (Haar- und Duschgel, WC-Papier, Einwegrasierer, Seife, Binden, Windeln,
Zahnputzutensilien)
– Kerzen + Feuerzeuge
– Taschen- und Stirnlampen
– Batterien
– Abfallsäcke
– Medikamente + Erste-Hilfe-Kasten
– Kurbelradio und Kurbellampe
– Gaskocher + Gas
– Schweden-, Kamin- oder Kachelofen

Zuversicht tut Not
Abschliessend möchten wir nochmals ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir mit diesem Schriftstück keine Angst verbreiten sondern lediglich sensibilisieren wollen.
Wir sind überzeugt davon, einer hoffnungsvollen Zukunft entgegenblicken zu dürfen.
Eine Zukunft, in der kein Platz mehr sein wird für das raffgierige Gewinnstreben der internationalen Geldmächte und Konzernmultis.
Eine Zukunft, in der das Schöne, Wahre und Gute wieder die allgemeine Stimmungswelt charakterisiert und alles Marode, Kranke und Morsche dieser Zeit endlich auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgt sein wird.
Eine weitestgehend friedliche Zukunft, in der keine Länder mehr durch Chaos und Kriege destabilisiert werden. Eine Welt, in der die Völker keine beliebig austauschbaren Spielsteine der Globalisten mehr darstellen, sondern identitätsbewusste, verwurzelte sowie kultur- und werteschaffende Gemeinschaften verkörpern. Statt die Völker und Nationen unter dem Einsatz der grauenhaften Migrationswaffe gegeneinander auszuspielen und in spannungsgeladene Konflikte zu stürzen, sollen sie künftig friedlich und in gegenseitiger Achtung koexistieren.
Komme, was wolle. Wie meinte doch Julius Evola einmal so treffend:
„Wir haben nichts zu fürchten und nichts zu hoffen: wir haben zu handeln!“

Anbei überlassen wir Euch wie immer eine kleine, wenn auch unvollständige Liste mit weiterführender Literatur:
– Gerhard Spannbauer: Perfekte Krisenvorsorge
– Karl L. von Lichtenfels: Lexikon des Überlebens – Handbuch für Krisenzeiten

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